„Es muss weh tun, wenn man etwas absagt." — Im Gespräch über Struktur, Sinn und das, was die Generation 60+ in Unternehmen wertvoll macht.
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Ein Gespräch über die Generation 60+ als unterschätztes Potenzial der Arbeitswelt — von einer Frau, die seit über vierzig Jahren in Führungsverantwortung steht und heute in mehreren Initiativen daran arbeitet, dass diese Generation in Unternehmen sichtbar wird. Über die wachsende Kluft zwischen den Generationen entlang der Technologie. Über die Notwendigkeit von Struktur, kritischem Diskurs und Disziplin in einer Arbeitswelt, die zunehmend von KI verändert wird. Und über die Mentorin, die ihr selbst nie zur Verfügung stand — und für deren Aufgabe sie sich heute zuständig fühlt.
„Was mir abgegangen ist, war ein mütterlicher Rat — von einer Frau, die Beruf und Kinder vereinbart hat."
„Der Mensch braucht eine Struktur. Man muss in der Früh wissen, wozu man aufsteht — und es muss weh tun, wenn man etwas absagt."
„Ein Pensionist bezieht eine Pension — und das ist alleweil besser als jemand, der mit fünfzig verzweifelt Arbeit sucht."
Juristin und Gründerin der INARA GmbH — einer unabhängigen Wiener Plattform an der Schnittstelle von Recht, Wirtschaft und Gesellschaft. Ihre fundierte Expertise basiert auf langjähriger Führungserfahrung bei Kapsch, Immofinanz und Wienerberger sowie aus ihrer Tätigkeit als Aufsichtsrätin und Stiftungsvorständin. Als Versicherungsmaklerin mit Schwerpunkt D&O-Versicherungen zählt sie zu den ausgewiesenen Fachleuten in diesem Bereich.
Darüber hinaus engagiert sie sich im internationalen Female Board Pool und ist Jurorin der jährlichen a·g·e Awards. In dieser Beurteilerinnen-Rolle beobachtet sie seit Jahren, welche österreichischen Unternehmen das Potenzial der Generation 60+ tatsächlich nutzen — und welche nur darüber sprechen. Ihre aktuelle Vision: eine engagierte Jobvermittlung für Pensionist:innen, weil das AMS für diese Gruppe nicht zuständig ist und keine spezialisierte Stelle existiert.
Ihre eigene Erkenntnis aus über vier Jahrzehnten Karriere: der Wechsel — vor etwa zwanzig Jahren — vom Arbeiten an Schwächen hin zum konsequenten Investieren in Stärken. Diese Verschiebung, sagt sie, hat ihr Gelassenheit und Resilienz gegeben, die ihr in jüngeren Jahren noch fehlten. Was ihr damals gefehlt hat — eine Mentorin, die Beruf und Kinder vereinbart hat — will sie heute selbst für die nächste Generation sein.
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