// Inhalt
„Ich muss keinen Tag arbeiten. Ich genieße es, dass ich arbeiten darf." Carina Dworak über den Unterschied zwischen Müssen und Dürfen.
Sechzehn Kapitel. Jedes startet das Video an der entsprechenden Stelle. So finden Sie, was Sie interessiert, ohne alles am Stück sehen zu müssen.
Carina Dworak kennt das Franchising von beiden Seiten des Vertrags. Sie war Franchisenehmerin, hat als Quereinsteigerin in vier Monaten ihren ersten Club eröffnet, danach den Vertrieb eines Systems in Österreich verantwortet und berät heute bei SYNCON Unternehmen, die skalieren wollen. Im Gespräch interessiert nicht der Werdegang, sondern das Modell: was eine Franchisepartnerschaft tragfähig macht, und für wen sie ein Weg in die Selbständigkeit ist. Ihre Antwort verschiebt den Blick weg vom Alter. Nicht jeder Mensch sei für die Selbständigkeit geeignet, sagt sie, und die Eignung entscheide, nicht das Geburtsjahr. Franchising nennt sie einen Beschleuniger: Wer ein erprobtes System übernimmt, startet nicht bei null, sondern Jahre weiter vorne. Für Menschen ab fünfzig, die sich verändern wollen oder müssen, kann das der Unterschied sein. An einer Stelle wird das Gespräch grundsätzlich. Dworak beschreibt Arbeit als etwas, das sie tun darf, nicht muss. Andrea Casapicola hält dagegen: Viele Frauen verlieren mit Mitte fünfzig ihren Platz, nach Teilzeit, Sorgearbeit und Scheidung, und müssen arbeiten, während der Markt sie nicht mehr will. Dworak widerspricht nicht. Sie nennt ihre eigene Sicht einen Wunschtraum und die Realität eine andere. Dazwischen liegt die offene Frage der Folge: ob ein System, das trägt, auch die trägt, die es am dringendsten brauchen.
Carina Dworak, Jahrgang 1970, begann ihre Laufbahn im Bankwesen. Fünfzehn Jahre arbeitete sie in einer großen österreichischen Bank, zuletzt als Vertriebstrainerin. 2004 machte sie sich selbständig, zuerst als Verkaufs- und Kommunikationstrainerin bei CATRO, danach beim Franchisesystem VBC. Ein Faden zieht sich durch alle Stationen: Vertrieb, Kommunikation und die Weitergabe von Wissen.
2008 eröffnete sie in Wien ihren eigenen Mrs.Sporty Club, als Quereinsteigerin und in vier Monaten, als zweite Franchisenehmerin des Systems in Österreich. Ein halbes Jahr später übernahm sie den Franchisevertrieb für das Land und verantwortete rund hundert Cluberöffnungen in vier Jahren. 2010 wurde sie mit dem Österreichischen Franchise-Award als beste Newcomerin ausgezeichnet, zehn Jahre wirkte sie im Vorstand des Österreichischen Franchise-Verbandes. Ab 2013 steuerte sie von Berlin aus die internationale Expansion der Mrs.Sporty GmbH, ab 2016 als Head of Business Development.
Seit 2020 berät sie als Senior Consultant bei der SYNCON International Franchise Consultants Systeme beim Aufbau, der Optimierung und der Expansion. Ihr Beratungsansatz heißt Fairplay Franchise: dass alle Beteiligten, Geber wie Nehmer wie Kunden, einen Mehrwert haben. Daneben führt sie seit 2021 „Die Franchisejause", den ersten österreichischen Franchise-Podcast, ist Mentorin bei Frauen im Franchise und begleitet als Business Angel Gründerinnen, auch jenseits der fünfzig.
Alle Folgen der Reihe im Überblick. Benachrichtigt werden, sobald die nächste online geht.